Neue Energien

//Neue Energien
Neue Energien2017-01-27T10:47:59+00:00

Neue Energien

ene_warmepumpeLesen Sie hier die Vorteile und Nachteile der Erdwärme-Heizung.

Eine Erdwärmepumpe bezieht Strom aus dem Netz und treibt damit einen Kompressor, der aus dem Erdreich oder Grundwasser weitere Wärme entnimmt. Dadurch kommen auf einen Teil Strom zusätzlich 2-3 Teile kostenlose Wärme aus der Natur.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer Wärmepumpe mit Erdsonde und einer Wärmepumpe mit Flächenkollektor.

Vorteile der Erdwärmepumpe

  • Geringer Platzbedarf, kein Lagerraum notwendig
  • Absolut gefahrloser Betrieb
  • Völlig automatisch, dadurch sehr komfortabel
  • Niedrige Betriebskosten, wenn die Voraussetzungen stimmen
  • Aus Umweltschutzgründen einer Öl-Gasheizung vorzuziehen

Nachteile der Erdwärmepumpe

  • Nur bei gut gedämmten Häusern wirtschaftlich einsetzbar
  • Investitionskosten sind höher als bei anderen Heizsystemen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Solaranlagen für die Warmwasseraufbereitung und Solaranlagen zur Heizungsunterstützung.

Solaranlagen für die Warmwasseraufbereitung

Das solar erhitzte Wasser dient der Brauchwassererwärmung.

Dimensionierung der Sonnenkollektoren
Bei halbwegs guter Südausrichtung rechnet man pro Person mit einer Kollektorfläche von rund 2m² bei Flächenkollektoren. Bis zu 45° Abweichungen von der Südrichtung sind ohne weitere Maßnahmen möglich. Darüber hinaus sollte die Kollektorfläche vergrößert werden.
Die Neigung liegt im Sommerbetrieb bei etwa 30°.

Auslegung Solarspeicher
Da es schon einmal vorkommen kann, dass sich die Sonne im Sommer nicht zeigt, sollten Sie mindestens den 2 bis 2,5-fachen Tagesbedarf vorsehen. Als Richtwert haben sich ca. 75 bis 100 l Speichervolumen pro Person bewährt.

Richtwerte für den Warmwasserbedarf

  • Baden bis 150 l (bei 40 °C)
  • Duschen bis 50 l (bei 40 °C)
  • Handwaschbecken bis 5 l (bei 35°C)
  • Händisch abwaschen bis 30 l (bei 50°C)

Überschlagsweise können Sie mit 30 bis 50 Liter täglichem Warmwasserbedarf pro Person rechnen.

Der erzielbare Deckungsgrad bei dieser Auslegung liegt bei etwa 70%. Das heißt, dass 70% des jährlich erzeugten Warmwassers von der Sonne kommen.

Solaranlagen zur Heizungsunterstützung

Das solar erhitzte Wasser dient zur Unterstützung der Heizungsanlage.

Dimensionierung der Solaranlage (Richtwerte)

  • Bei Niedertemperatur-Heizsystemen (z.B. Fußbodenheizung) können mit 1m² Kollektorfläche rund 5m² Wohnfläche beheizt werden.

Gut gedämmten Speicher einsetzen!
Bei schlechter Dämmung sind große Verluste zu erwarten. Das System lebt davon, dass Sie die erzielten solaren Gewinne einige Zeit speichern können. Dämmstoffstärken von mindestens 16 bis 20 cm sind empfehlenswert. Saisonspeicher sind für den Privatbereich aus Kostengründen praktisch nicht oft umsetzbar.

ene_pelletheizungEine Pelletheizung ist eine Heizung, in deren Heizkessel Holzpellets (kleine Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl) oder Alternativen verfeuert werden.

Zentralheizungen mit Pellets erreichen heute einen hohen Automatisierungsgrad, und sind in Betrieb und Wartung Öl- und Gasheizungen vergleichbar.

Platzbedarf

Pelletslager benötigen nicht mehr Platz als Tankräume für Ölkessel. Für ein normales Einfamilienhaus benötigt man je nach Heizlast bzw. Wärmebedarf einen Raum von rund 6m² Grundrissfläche. Damit kann ein Jahresbedarf (4000 bis 5000kg für ein Einfamilienhaus) eingelagert werden. Die Zustellung erfolgt in der Regel mit Tankwagen. Der Schlauch zur Einblasung ist üblicherweise maximal 30m lang.

Nachteil Aschenentfernung

Auch wenn manchmal damit geworben wird, dass nur einmal jährlich der Aschenbehälter geleert werden muss: Realistischer ist eine Entleerung alle 1-2 Monate. Dabei kann es zu leichten Verschmutzungen kommen, außerdem ist der Behälter nicht ganz leicht. Die reine Holzasche kann aber dafür einfach kompostiert werden.

ene_photovoltaikPhotovoltaikanlagen (PV-Anlagen) sind mittlerweile technisch völlig ausgereift. Aufgrund der unterschiedlich hohen Förderungen und Einspeisevergütungen lassen sich nur schwer Aussagen über eine Amortisation machen. Generell läßt sich sagen, dass man den Strom einer PV-Anlage meist selbst verbrauchen sollte (also nicht zu stark überdimensionieren). Die Installationsarbeiten sind sehr einfach, dürfen aber trotzdem nur von Fachfirmen durchgeführt werden. Wir beraten Sie gerne individuell.

Funktionsweise

Aus Sonnenlicht wird direkt elektrischer Strom erzeugt. Dies geschieht mittels Solarzellen (=Photovoltaik-Modul bzw. kurz: PV-Modul). Solarzellen erzeugen Gleichstrom bzw. Gleichspannung (wie eine Batterie). Diese wir meist in Wechselspannung umgewandelt (mittels Wechselrichter) und ins Stromnetz (230 V, 50 Hz) eingespeist bzw. im Haus verbraucht. Nur in Ausnahmefällen (wenn kein Stromnetz vorhanden ist) wird die Energie in Batterien gespeichert. Nicht zu verwechseln sind Solarzellen mit (thermischen) Sonnenkollektoren, die mit Hilfe der Sonne Wasser oder Luft erwärmen.

ene_lueftungsanlageBesonders beim Niedrigenergiehaus kann mit einer Lüftungsanlage der Energieverbrauch effizient gesenkt werden. Bei Passivhäusern geht es ohnehin nicht ohne Installation einer seriös geplanten Lüftungsanlage. Die verbrauchte Luft wird dabei über einen Wärmetauscher geleitet, die Wärme der Abluft wird an die frische Zuluft übertragen.

Übrigens: Eine Lüftungsanlage ist keine Klimaanlage. Während bei der Klimaanlage die Gebäudekühlung im Vordergrund steht, geht es bei der Lüftungsanlage um die Sicherstellung der hygienisch notwendigen Frischluftzufuhr.

Variante 1: Zentrales Lüftungsgerät, Zu- und Abluftöffnung in jedem Raum.

Wenn die Öffnungen zu nahe beisammen sind, wird für die Zuluftöffnung eine Weitwurfdüse verwendet.

  • Jeder Raum ist einzeln regulierbar
  • Erhöhter Rohraufwand (in jeden Raum muss ein Zu- und einn Abluftrohr verlegt werden)

Variante 2: Zentrales Lüftungsgerät, Zuluftöffnungen in Wohn- und Schlafräumen, Abluftöffnungen in Küche, Bad und WC.

  • Günstiger herzustellen, da weniger Verrohrungsaufwand
  • Schwieriger zu regeln, „Luftkurzschlüsse“ und Vermischung der Luftströme sind möglich
  • Schalltechnisch problematisch, da die Luft die einzelnen Räume durchströmen können muss und deshalb Überströmöffnungen erforderlich sind.

Variante 3: Dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmetauscher in den zu belüftenden Räumen.

  • Wenn nur einzelne Räume belüftet werden sollen kostengünstig und leicht herstellbar
  • Nachträglicher Einbau relativ einfach möglich
  • Wirkungsgrad gegenüber Zentralgeräten niedriger
  • Eventuell Lärmprobleme, da sich das Lüftungsgerät direkt im Raum befindet
  • Zuluft- und Abluftöffnung oft nahe beisammen, Gefahr von „Luftkurzschluss“
  • Zuluftansaugung oft direkt an der Fassade (hohe Zulufttemperatur im Sommer)
  • Luftkonditionierung (Be- oder Entfeuchtung, Filtration) nur eingeschränkt möglich

Variante 4: Abluftanlagen (ohne Wärmetauscher)

Die Luft wird aus Bad, WC und Küche abgesaugt, Zuluft strömt über Nachströmöffnungen in der Außenwand oder in Fenstern nach.

  • Kostengünstig
  • Keine Wartung, sehr einfache Gerätetechnik
  • Nur Komfortverbesserung, praktisch keine Energieeinsparung (weil kein Wärmetauscher)

Vorteile bei Verwendung einer Lüftungsanlage:

  • Es herrschen immer hygienische Luftverhältnisse im Haus. Sogar bei Windstille oder im Winter im SchIafzimmer, wo üblicherweise kaum ausreichend gelüftet werden kann, werden Schadstoffe, Feuchtigkeit und CO2 (Kohlendioxid) abtransportiert.
  • Die Zuluft ist in allen Räumen sauberer. Gerade an stark befahrenen Straßen oder im Stadtbereich wird viel Straßenstaub vom Filter zurückgehalten. Für Allergiker kann die durch den Filter reduzierte Pollenbelastung hilfreich sein. Unter ungünstigen Bedingungen kann es bei Fensterlüftung sein, dass Luft aus Bad oder Küche durch das Haus gedrückt wird – dies wird mit Lüftungsanlagen vermieden.
  • Weniger Lärmbelästigung von außen. Gerade an stark befahrenen Straßen wird die Lärmbelästigung stark reduziert, da trotz geschlossener Fenster gelüftet werden kann. Für eine erholsame Nachtruhe ist dies sehr vorteilhaft.
  • Weniger Energieverbrauch. Über den Wärmetauscher kann die in der Abluft enthaltene Wärme an die Zuluft abgegeben werden. Dadurch wird weniger Energie zur Aufheizung der Frischluft benötigt.
  • Komfortsteigerung: Im Sommer kann mit der Zuluft etwas gekühlt werden, keine Belästigung durch Insekten, Reduzierung von Geruchsbelästigung, keine Zugluft beim Lüften, keine Bauschäden durch falsches Lüften, …
  • Weniger Energieverbrauch. Über den Wärmetauscher kann die in der Abluft enthaltene Wärme an die Zuluft abgegeben werden. Dadurch wird weniger Energie zur Aufheizung der Frischluft benötigt.
  • Die Fenster können natürlich trotzdem geöffnet werden. Die Fensterlüftung ist insbesondere außerhalb der Heizperiode empfehlenswert, da der Strom für den Ventilator eingespart werden kann. In der Heizperiode sollten die Fenster aber möglichst geschlossen bleiben.

ene_regenwassernutzungsanlageDie Nutzung von Regenwasser als Brauch- oder Nutzwasser, um Trinkwasser zu sparen, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das Regenwasser wird dazu von Sammelflächen abgeleitet und in unter- oder oberirdischen Regenspeichern, z.B. in Zisternen gesammelt. Über Pumpen wird das Regenwasser von dort zu den einzelnen Zapfstellen transportiert. In Deutschland kann Regenwasser für die Toilettenspülung, Waschmaschine und Gartenbewässerung genutzt werden. Auch in Industrie und Gewerbe gibt es zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten.

Allerdings sollte vor Anschaffung einer Regenwasserzisterne die Wirtschaftlichkeit überprüft werden, da eine Zisterne zwar im Bezug von Frischwasser vordergründig Kosten sparen kann, die Investitionen aber betriebswirtschaftlich gegengerechnet werden müssen. Eine Wirtschaftlichkeit ist nur im Individualfall zu ermitteln. Dies gilt umso mehr, wenn ordnungsgemäß Gebühren für das Abwasser gezahlt und die Kosten für eine doppelte Installationsebene für das Grauwasser berücksichtigt werden.
Besitzer von Regenwassernutzungsanlagen brauchen die Abwassergebühr nur dann nicht zu bezahlen, wenn sie nachweisen können, dass das Wasser nur für den Garten verwendet wird.
Auch eine weite Verbreitung von Regenwasserzisternen kann den Hochwasserabfluss in den Gewässern nur wenig verringern, da das vorhandene Gesamtvolumen viel zu klein ist.

Die Nutzung von Regenwasser in regenreichen Gebieten, wie den DACH-Ländern bringt keine Vorteile für Trockengebiete, da sich die Wasserbilanz in diesen Ländern deswegen nicht ändert. Die Nutzung von Regenwasser ist daher auch nur in den seltensten Fällen per se als Umweltschutzmaßnahme einzuordnen, da sich keine Vorteile für die Umwelt ergeben.